Lassen Sie sich von den Logistik-Plattformen nicht abhängen!

Lassen Sie sich von den Logistik-Plattformen
nicht abhängen!

Die Digitalisierung hat die Speditionswelt in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Die Abläufe konnten effizienter gestaltet werden und dank intelligenter Software sind die interne sowie externe Kommunikation revolutioniert worden. Jedoch profitieren noch nicht alle Speditionen von diesen Vorteilen. Zwar hat die Mehrzahl der deutschen Speditionen angefangen, in digitalen Prozessen zu denken, die IT-Landschaft zu modernisieren und das Transport-Management-System zu optimieren. Und trotzdem haben viele Speditionen anschließend ihren Digitalisierungspfad wieder ausgebremst, weil mit der Umstellung hohe Kosten verbunden sind. Daneben sind fehlende Visionen ein Grund für die vielen gescheiterten Digitalisierungsprojekte in deutschen Speditionen. 

Im Laufe der letzten Jahre haben sich immer mehr Logistik-Plattformen am Markt etabliert, die als digitale Spedition auftreten. Deren Geschäftsmodell ist im Grunde sehr simpel – sie vermitteln die Fracht zwischen Speditionen und Kunden. Wie so oft in disruptiven Geschäftsmodellen haben viele Speditionen das Treiben am Markt erst einmal beobachtet und mussten schnell feststellen, dass Vermittlungs-Plattformen eine gewisse Bedrohung darstellen. 

Chancen: Wie kann das Ungleichgewicht zwischen Speditionen und Plattformen ausbalanciert werden?

Teilweise stehen die Plattform-Anbieter vor einem Erfolgsdruck, da die Investoren schnell hohe Renditen erwarten. Entsprechend kommt es in der Praxis vor, dass der ohnehin schon hohe Wettbewerbsdruck noch weiter verstärkt wird.

Wenn Sie sich etwas intensiver mit den Unterschieden zwischen einer digitalen Plattform-Spedition und einem traditionellen Logistiker beschäftigen, werden Sie einige Ungleichgewichte feststellen können. So sind die Prozesse von Plattformen durch den hohen Digitalisierungsgrad in vielen Bereichen effizienter gestaltet. Mittelständische Unternehmen hingegen sind hinsichtlich ihrer IT-Ressourcen nicht gut aufgestellt, denn sie sind bisher nicht auf Digitalisierungsprozesse in ihrem Unternehmen spezialisiert. Zurecht stellt das die traditionellen Speditionen vor die Herausforderung, mit großen Plattform-Giganten mitzuhalten. Sie setzen sich mit der Frage auseinander, ob diese Entwicklung ausgebremst werden kann und wie sie den Plattformen entgegentreten können. Doch machen Sie sich zunächst Gedanken, ob Sie nicht selbst von einem Plattformbetreiber profitieren können. Schließlich birgt die Zusammenarbeit mit diesen für kleinere Frachtunternehmen auch einige Vorteile:

Ihre Vorteile bei der Zusammenarbeit mit einem Plattformbetreiber: 

Nachteile bei der Zusammenarbeit mit einem Plattformbetreiber:

Zu beachten bleibt aber das Risiko, dass sich für kleinere Frachtunternehmen schnell Abhängigkeitsverhältnisse entwickeln. Durch eine hohe Auslastung mit niedrigen Margen müssen mehr Aufträge abgewickelt werden. Daraus kann resultieren, dass die Zeit für Vertriebstätigkeiten knapp wird, was sich wiederum in weniger Ressourcen für Tätigkeiten wie die Gewinnung von Neukunden oder die Überarbeitung der Webseite niederschlägt.

 

Speditionen haben sich also zu fragen, wie sie mit dieser Situation umgehen wollen. Sowohl die Entscheidung
gegen einen Plattformbetreiber als auch die Zusammenarbeit mit eben diesen hat Vorteile für Ihr Unternehmen.
Wichtig ist nur: Sind Sie sich darüber bewusst, dass Sie um eine Digitalisierung Ihrer Arbeitsabläufe früher oder

später nicht herum kommen werden. Keine Frage: Der Digitalisierungsprozess in Speditionen wird einen
Mehraufwand an Arbeit bedeuten – aber am Ende entscheidet Ihr Umgang mit der Digitalisierung über die Zukunft
Ihres Unternehmens und die Sicherung der Arbeitsplätze Ihrer Mitarbeiter. Machen wir uns also gemeinsam
Gedanken dazu, wie Sie sich für die Zukunft besser aufstellen können.

Wer sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt, kann die Prozesse in seiner Spedition deutlich effizienter gestalten. Zudem bietet ein Umstieg auf digitale Anwendungen die Möglichkeit, zahlreiche Daten zu gewinnen. Mit diesen können Sie hilfreiche Auswertungen zu Ihrer Unternehmensperformance erstellen und die Geschäftsprozesse und -erfolge visualisieren.

 

Plattformen haben gegenüber den traditionellen Speditionen
gleich mehrere wichtige Vorteile

  1. Sie bieten schlanke Prozesse an. 
  2. Sie beschäftigen talentierte Programmierer. 
  3. Sie nutzen Big Data für wertvolle Analysen. 
  4. Sie haben hilfreiche Schnittstellen. 
  5. Sie haben eine effiziente Vertriebsstruktur. 
  6. Sie haben eine ansprechende Online-Präsenz. 
  7. Sie steigern stetig ihre Marktmacht. 

Da einige Plattform-Gründer selbst aus der Logistikbranche kommen, haben sie ein besonderes Bewusstsein dafür, für welche Themen die Verlader ein offenes Ohr haben und bei welchen Prozessen innerhalb einer Spedition häufig Schwierigkeiten auftreten. Dadurch können Plattformbetreiber dem Verlader neben dem Kerngeschäft, der Transportdienstleistung, auch einen schlankeren und reibungsloseren Prozess anbieten. Da sie in der Regel mehrere festangestellte Programmierer beschäftigen, können Logistikplattformen schneller auf individuelle Anforderungen der Kunden reagieren können. Durch die höhere Kundenanzahl der Plattformen lassen sich schneller Kunden finden, die ebenfalls von den neuen Prozessen profitieren können. Auf diese Weise amortisiert sich die Entwicklung schneller. Die Geschwindigkeit von Prozessanpassungen ist deutlich höher und Arbeiten wie die Anpassungen am System müssen nicht ausgelagert werden.

Mittelständische Speditionen haben außerdem den Vorteil, auch komplexe Anforderungen ihrer Kunden abbilden zu können. Dadurch können sie neue Kunden dazu gewinnen und bestehende halten. Jedoch resultieren daraus auf der anderen Seite weniger runde Abläufe. Auch wenn sich traditionelle Logistikunternehmen mehr und mehr zu digitalen Speditionen entwickeln, ist es gerade schwierig, individuelle Kundenanforderungen zu digitalisieren. Besonders, wenn diese nur auf ein paar wenige Kunden ausgerichtet sind.

Lösungsansätze: Nutzen Sie die Digitalisierung auch für Ihre Spedition!

Traditionelle Speditionen sind neben Distanz- und Rechenkünstlern auch Meister im Lösen von komplexen Kundenanforderungen. Um am Markt bestehen zu können, müssen Speditionen fortschrittlich sein und sich aktuellen Marktverhältnissen anpassen, so auch der Digitalisierung. Wie wichtig Digitalisierung für mittelständische Unternehmen ist, zeigt sich daran, dass sich neben internen IT-Fachbereichen bereits IT-Tochterfirmen etablieren konnten. Derartige Schritte sind natürlich erst ab einer bestimmten Fuhrparkgröße wirtschaftlich und profitabel. Trotzdem lohnt sich die Investition in Digitalisierung auch für kleinere Unternehmen, denn Speditionen können klein anfangen. Digitalisierung ist kein Hexenwerk.

 

Lösungsansatz in mehreren Schritten:

Dank der IT und der entsprechenden Rechenpower lässt sich fast jeder Prozess digital abbilden. Bei sehr komplexen Abläufen, bei denen viele Abhängigkeiten beteiligt sind, ist dies zwar möglich, aber aufwendiger zu entwickeln.

Profitieren von den individuell entwickelten Abläufen nur einige wenige Kunden, wird von einer Digitalisierung der Arbeitsabläufe eher abgeraten. In diesem Fall gilt es zu prüfen, ob man den Ablauf durch einen manuellen Workaround

abbilden kann. Hier bringen traditionelle Spediteure einen klaren Vorteil mit sich. Sie müssen nicht nur Masse abwickeln, sondern können in ihrer Expertenrolle gerade für komplexe Anforderungen in kurzer Zeit Lösungen anbieten – wenn auch noch nicht vollautomatisiert.

Empfehlenswert ist, vor der Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts eine Potenzialanalyse durchzuführen. Auch wenn Sie sich schon darüber bewusst sind, in welchen Bereichen Sie ansetzen wollen, kann diese wichtige Ergebnisse liefern. Hierbei werden alle relevanten Bereichen betrachtet. Nach der Analyse des IST-Zustandes werden Handlungsempfehlungen ausgearbeitet, um Ihre Spedition noch wettbewerbsfähiger aufzustellen.

 

Potenzialanalyse für eine digitale Transformation durchführen und eine langfristige Optimierungsstrategie erarbeiten

Bei der Erarbeitung einer Optimierungsstrategie zur digitalen Transformation können Sie sich unter anderem an den folgenden Leitfragen orientieren:

In der Regel werden nach der Analyse Potentiale freigelegt, über die man sich zuvor keine ausreichenden Gedanken gemacht hat. Diese lassen sich optimal in die zukünftige Unternehmensentwicklung einfließen. Mehr zu dem Thema erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

In der Regel werden nach der Analyse Potentiale freigelegt, über die man sich zuvor keine ausreichenden Gedanken gemacht hat. Diese lassen sich optimal in die zukünftige Unternehmensentwicklung einfließen. Mehr zu dem Thema erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

Langfristige Strategie erarbeiten

Im Tagesgeschäft müssen viele Entscheidungen in kurzer Zeit und aus dem Bauch heraus getroffen werden.

Bei Handlungen mit langfristiger Auswirkung sollte man jedoch weitere Faktoren in die Entscheidungsfindung einfließen lassen.

Das Konzept einer Strategie definiert, wie in einzelnen Bereichen konkrete Ziele erreicht werden können und wie sich das ganze Unternehmen weiterentwickeln kann. Hierfür muss festgelegt werden, auf welche Themen sich die Strategie konzentrieren soll. Möglich sind folgende Schwerpunkte:

Erst wenn Sie sich darüber bewusst sind, kann die eigentliche Unternehmensstrategie ausgearbeitet werden. Die Umsetzung der konkreten Maßnahmen erfolgt durch die Fachbereiche. Gesteuert werden können diese über eine Balanced Scorecard.

Digitalisierung in kleinen Projekten vorantreiben

Beginnen Sie damit, weniger komplexe Abläufe zu digitalisieren, die sich mit überschaubarem Aufwand und geringen Kosten verbessern lassen. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass die Umgestaltung von Prozessen auch Auswirkungen auf andere Abteilungen haben kann. Involvieren Sie daher Ihre Mitarbeiter direkt bei Projektstart (auch aus anderen Abteilungen) und halten Sie diese stets motiviert.

 

Eine erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist, eine exakte Vorstellung davon zu haben, welche Verbesserung durch das geplante IT-Projekt angestrebt werden soll. Wesentlichen Einfluss auf den Projekterfolg hat, wie das IT-Projekt in dem Unternehmen aufgesetzt wird und wie das Handling der Anforderungen im Tagesgeschäft untergebracht ist. Dabei hilft eine externe Unterstützung, auch um die Projektumsetzung zu beschleunigen.

 

Gerade wenn IT-Projekte noch nicht so häufig umgesetzt wurden, sollte mit kleineren, überschaubaren Projekten begonnen werden. Das bringt folgende Vorteile mit sich:

Stärken Sie Ihren Vertrieb!

In mittelständischen Unternehmen ist der Vertrieb entscheidend für den Umsatz und den Markanteil. Speditionen und Frachtunternehmen zeigen aber häufig noch Potentiale auf, ihre Vertriebstätigkeiten effizienter zu gestalten.

Dafür sollten den Mitarbeitern neben einer potentiellen Kundenliste auch technische Mittel für die Vertriebstätigkeiten bereit gestellt werden. Hierzu gehört es auch, alle Interessenten-Kontakte zu dokumentieren. Das erleichtert es zum einen, Rückschlüsse auf den Vertriebserfolg zu ziehen, und zum anderen, beim Interessenten nachzufassen. Die richtigen Notizen helfen außerdem bei den Vertragsverhandlungen. Anfangs kann zunächst eine überschaubare Anzahl an Kontakten verwaltet werden, Excel ist dafür ein geeignetes Programm. Empfehlenswert ist, sich frühzeitig ein Tool für die Vertriebsunterstützung anzuschaffen. Hierdurch sind Ihre Mitarbeiter deutlich effizienter in der Angebotserstellung und im Nachfassen bzw. in der Kundenpflege. Das Tool wird sich in kürzester Zeit amortisieren, weil Sie durch die Investition schneller Aufträge gewinnen werden. In unserem Blogartikel “Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter mit einem Vertriebsunterstützungs-Tool” haben wir ein Beispiel CRM genauer untersucht.

 

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung an Kriterien,
die für einen erfolgreichen Vertrieb notwendig sind:

Gerne stärken wir Ihre Spedition durch einen gemeinsamen Vertriebsworkshop. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch!

Daten gekonnt nutzen

Digitale Speditionen verarbeiten massenweise Daten. Daraus können Preisentwicklungen abgeleitet und Touren verkauft werden, obwohl noch kein Gegenangebot vorliegt. Zwar trifft auch ein Algorithmus bei der Preis-Ermittlung nicht immer ins Schwarze, aber trotzdem sollten sich gerade traditionelle Speditionen die über Jahre gesammelten Daten zunutze machen. Meistens liegen die Datenschätze verborgen in ihrem TMS – dabei könnten sie sinnvoll ausgewertet werden. Dank der Digitalisierung ist es möglich, Daten aus verschiedenen Datenquellen visuell aufzubereiten, um aussagekräftige Reports zu gewinnen.

Speditionsbarometer.png

Haben Sie ein offenes Ohr für Ihre Kunden und Mitarbeiter!

Entscheidend ist erst einmal, dass mittelständische Speditionen sich ihrer Stärke bewusst werden. Denn sie verfügen über Kundenbeziehungen, die über Jahre aufgebaut wurden. Ihre Kunden können auch in brenzlichen Situationen auf sie als zuverlässigen Dienstleister zählen. Zeigen Sie Ihrem Kunden, dass Sie gemeinsam in einen Boot sitzen. Nehmen Sie sich die Zeit für einen regelmäßigen Austausch und zeigen Sie Ihrem Partner, dass Sie seine Bedürfnisse kennen und verstehen.

Die Mitarbeiter Ihrer Spedition sind nicht nur für eine erfolgreiche IT-Projektumsetzung von entscheidender Bedeutung, sondern auch das Aushängeschild Ihres Unternehmens. Gerade Bestandskunden legen einen hohen Wert darauf, nicht ständig neue Gesichter als Gegenüber zu haben. Nutzen Sie deshalb den Vorteil, ein eingearbeitetes Team an Ihrer Seite zu haben, das für Ihre Kunden da ist. Und vielleicht erhält Ihr Mitarbeiter bei dem freundlichen Small-Talk auch noch ein paar nützliche Infos, die für die nächste Verhandlung wichtig sind.

Handlungsempfehlungen, um sich nicht von den Plattformen abhängen zulassen:

Für eine langfristige Optimierungsstrategie macht es es notwendig zu wissen welche Potentiale frei gesetzten werden können. (Hierfür Potenzialanalyse für eine digitale Transformation durchführen und erarbeiten)

Digitalisierungs-Projekt aufsetzen

Potenzialanalyse für eine digitale Transformation

Langfristige Strategie erarbeiten

Stärken Sie Ihren Vertrieb mit den notwendigen Mitteln

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